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Blick in die Geschichte

CIMG7538Die Blüte Córdobas begann mit einer Flucht: Als im fernen Damaskus, Sitz des Kalifats und Zentrale der islamischen Eroberung der Welt, die Abassiden-Familie die Dynastie der herrschenden Umayyaden stürzte, gelang nur einem Prinzen die Flucht. Auf abenteuerlichen Wegen gelangte er in das gerade erst von den Mohammedanern eroberte Andalusien, wo er Anhänger der alten Dynastie um sich sammelte und 756 als Abd al-Rahman I. in Córdoba ein unabhängiges Emirat gründete. Unter der Herrschaft der Umayyaden gelangten die Künste, Astronomie, Medizin und Poesie zu einer bis dahin nie erreichten Blüte. Über 200 Jahre herrschte weitreichende religiöse Toleranz: Mohammedaner, Christen und Juden traten in einen für alle Seiten fruchtbaren Dialog. Córdoba wurde zu einer Millionenstadt mit für damalige Begriffe unvorstellbarer Lebensqualität.929 rief Abd al-Rahman III. das westliche Kalifat aus und ließ die prunkvolle Palaststadt Madinat al-Zahra etwa 10 Kilometer vor dem heutigen Córdoba bauen. Doch die Herrschaft der Umayyaden ging ihrem Ende zu. 1010 belagerten Berberstämme Córdoba, zerstörten die gerade erbaute Kalifenstadt. 20 Jahre lang wütete ein Bürgerkrieg, das Kalifat zerfiel in Klein-Königreiche (taifas).


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