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Zeugnisse aus verschiedenen Epochen in der Kapelle San Juan de Dios Verlässt man die Plaza de los Naranjos und geht zur Kapelle San Juan de Dios, die zum königlichen Krankenhaus gehörte, findet man ein von außen schlichtes Gemäuer. Den Eingang umgibt ein Steinbogen, und an der Eingangstür lassen sich Schnitzereien des Stadtwappens und religiöse Motive erkennen. Unterhalb des Kreuzes zeigt eine Schnitzerei einen Granatapfel – das Symbol Granadas – und deutet darauf hin, dass diese Region vor über 500 Jahren ein Teil des Nasridenreiches mit der Hauptstadt Granada war. Im Inneren der Kapelle hat man jüngst bei Renovierungsarbeiten Fragmente von Fresken entdeckt. Da Dekorationen in Kastilien zu dieser Zeit unüblich waren, lassen die Fresken auf die Mischung der verschiedenen kulturellen Stile schließen. Der Mudéjar-Stil, ein Sammelbegriff für alle Stil-Elemente maurischer Herkunft, die Gotik und später auch die Renaissance – fast alle kunstgeschichtlichen Epochen haben in der Kapelle San Juan de Dios ihre Spuren hinterlassen.Regionaltypisch ist dagegen die Architektur der Häuser in der Calle Ancha. Sie sind fast alle zweistöckig und zwischen ihren schmiedeeisernen Fenstergittern und Balkonen recken prächtig gedeihende Pflanzen ihre Hälse in die Luft. Ihre geballte Farbenpracht an den Eingängen bildet einen deutlichen Kontrast zu den einfachen, weißen Häuserfronten in den maurischen Straßen der Altstadt. Schlendert man entspannt und aufmerksam die kleinen Seitenstraßen und Gassen entlang, entdeckt man dank des architektonischen Erbes die Schönheit der Altstadt von Marbella.


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