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Abgeschnittene Ohren und eilige Passanten
Raus aus dem Dämmerlicht der Königskapelle und hinein in die schattigen Gässchen des Bazars Alcaicería, gleich gegenüber. Dieses kleine Viertel ist die Nachbildung eines orientalischen Bazars, des früheren maurischen Bazars. Das Bummeln entlang der Schaufenster und Auslagen verschafft eine arabische Illusion.
Degen aus Toledo, Lederkissen aus Marokko, filigraner Silberschmuck, indische Räucherstäbchen, Ansichtskarten, Stierkampfplakate mit dem eingedruckten Namen des Käufers, Granada-Bildbände, seidene Tücher, Shirts mit Alhambra-Emblem und anderer Kitsch - für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel findet sich etwas. Und: Hier können Deutsche Nachhilfeunterricht in punkto Rabattgesetz nehmen. Feilschen ist nicht nur erlaubt, es ist erwünscht.
Die Gasse mündet auf der sonnenüberfluteten Plaza Bib-Rambla. Da flanieren granadische Schönheiten, von den Blicken der Gaffer verfolgt, die sich mit ausgestreckten Beinen in Korbsessel lümmeln, Touristen ziehen von Restaurant zu Restaurant, ratlos, die ausgehängte Speisekarten studierend, Studenten genießen die Sonnenstrahlen bei einem café solo, ihren Uniramsch auf den Knien, und an den Blumenständen handeln Hausfrauen um den günstigen Preis für winzige Veilchentöpfe. Hier lässt sich's leben. Bis zur Abfahrt meines Linienbusses Granada-Almunecar-Nerja bleibt mir noch eine Stunde:

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