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Monumentalbau aus islamischer Blüte

CIMG7526Erhalten geblieben aus der großen Blütezeit Córdobas ist die monumentale Moschee, die sich über eine Fläche von 22.750 Quadratmeter erstreckt. Zu ihrer Besichtigung sollte man sich genügend Zeit nehmen. Die Moschee wurde ab 785 an der Stelle einer kleinen christlichen Kirche errichtet und bis 1009 viermal erweitert. Über den Orangenhof, in dem zu islamischer Zeit rituelle Waschungen vor dem Gebet vorgenommen wurden, betritt man das Gebäude und sieht sich einem schier unübersehbaren Wald von Säulen gegenüber. Die Säulen stützen rot-weiß gestreifte Hufeisen- und Rundbögen sowie sich verzahnende Vielpassbögen.Säulen und Bögen suggerieren Unendlichkeit und machen jeden Platz zum Zentrum des Gebets. Einzig wichtig für die Moslems ist die Ausrichtung gen Mekka. Sie wurde angegeben durch die Gebetsnische (mihrab), die sich nach den Erweiterungen jetzt im hinteren Teil befindet und deren Wände und Kuppel reich verziert sind mit kunstvollen Ornamenten und dem Namen Allahs.Nach der christlichen Eroberung der Stadt wurde die Moschee als christliche Kirche genutzt, christliche Herrscher ließen sich kleine Kapellen von islamischen Künstlern dekorieren. Gegen den Widerstand des Domkapitels und der gesamten Bevölkerung ließ Bischof Alfonso Manrique ab 1523 mitten in die Moschee eine Kathedrale bauen. Dazu fielen 63 der 856 Säulen der Moschee. Wie ein Fremdkörper ragt die gewaltige Kathedrale nun aus dem Bauwerk hervor. In seinem Innern sind sämtliche Stilformen des 16. und 17. Jahrhunderts zu finden. Beeindruckend ist das aus Kaoba-Holz geschnitzte Chorgestühl.


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