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Ein Streifzug durch Marbellas historischen Stadtkern Vor 3.600 Jahren von den Phöniziern gegründet (Nicola Roeb CSN)

 Marbellas Altstadt bietet mehr als eine Vielzahl an Geschäften und Restaurants. Die Architektur des historischen Stadtkerns erzählt von der maurischen Besetzung und bewahrt ein wichtiges kulturelles Erbe der Vergangenheit.Vor über 3.600 Jahren wurde Marbella von den Phöniziern gegründet, die ihre Handelsposten und Niederlassungen an der gesamten spanischen Küste entlang positionierten. Im dritten Jahrhundert vor Christus ließen sich die Römer in Marbella nieder. 771 schließlich wurde die Stadt von den Mauren erobert. Die maurische Herrschaft dauerte bis 1485. Durch sie entstand die Altstadt Marbellas, so wie sie heute ist. Es wird vermutet, dass der Name der Stadt aus dieser Herrschaftsperiode stammt, da die Mauren es „Marbilha“ nannten.

Arabische Architektur noch heute allgegenwärtig. Zunächst wurde Marbella innerhalb der Stadtmauern errichtet, doch es dauerte nicht lange, bis sich die Stadt auch hinter den Mauern in ein Labyrinth aus engen, gewundenen Gassen ausdehnte. Dieser ursprüngliche Teil der Stadt zeigt deutliche Merkmale maurischer Planung: enge, kleine Gassen, deren kalkweiße Häuserfassaden noch heute vor der Sommersonne schützen. Maurisch-andalusisch ist auch der Einsatz einzelner farbiger Kacheln, der azulejos, oder bunter Mosaike aus Kachelstücken. An den vier Punkten, an denen die Straßen von der Avenida Ramón y Cajal Richtung Casco Antiguo abzweigen, weisen handbemalte Keramikschilder auf dem Bürgersteig den Besuchern den Weg.Nach der Rückeroberung Marbellas im Jahre 1485 durch die Katholischen Könige Ferdinand und Isabel wurde die Altstadt mit deren maurischen Straßenanlagen umgebaut. Man hat eine große Zahl von Gebäuden im Zentrum der moslemischen „Medina“, der heutigen Altstadt, niedergerissen.Die heutige Plaza de los Naranjos wurde architektonisch geöffnet und im Norden der Stadt wurden neue Straßen in geraden Linien angelegt. Zu dieser Gruppe gehören die Calle del Peral und die Calle Nueva. Diese kastilischen Straßen werden im Norden der Altstadt von der Calle Salvador Rueda begrenzt.Die Katholischen Könige ließen im 16. Jahrhundert mehrere öffentliche Gebäude auf der Plaza de los Naranjos bauen. Im Jahr 1568 folgte schließlich der Bau des Rathauses im Zentrum. Die Zeiten haben sich geändert, aus Königen wurden Bürgermeister – das alte Rathaus erfüllt aber heute immer noch seine Funktionen. An der Fassade des Bauwerks erzählen in Stein gehauene Bilder von der Rückeroberung Marbellas und von der Anbindung der Stadt an eine dauerhafte Wasserversorgung im Jahre 1632.


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